Großes Fischesterben im Mittelmeer

Es ist unglaublich: In fast jeder zweiten Illustrierten wird den Lesern empfohlen, mindestens zweimal wöchentlich Fisch auf den Tisch zu bringen, weil er gesund sei. Die Tatsache, dass wir gerade dabei sind, die Spezies Fisch auf unserem Planeten auszurotten, spielt dabei keine Rolle.
Wissenschaftler rechnen jetzt schon damit, dass in wenigen Jahren, nämlich bis zum Jahr 2050, die Meere leergefischt sind.  Die Folgen für unser Ökosystem sind überhaupt noch gar nicht abzusehen. Unsere armen Kinder – aber völlig egal: Hauptsache uns mundet der Fisch auf dem Teller.

Einer Studie der Umweltschutzorganisation IUCN zufolge werden in den nächsten Jahren 40 Fischarten im Mittelmeer ausgerottet sein. Schuld daran sind Umweltverschmutzung, veränderte Lebensräume und unsere unermesslich Gier nach Fisch. Besonders arg geht es dem Hai, dem Rochen, mindestens 12 Knochenfischarten, zu dem auch der Thunfisch gehört, dem Braunen Zackenbarsch, dem Europäischen Wolfsbarsch und dem Seehecht.

Der Thunfisch ist besonders betroffen. „Der Bestand an Großem Thunfisch im Mittelmeer und im Ostatlantik macht dabei besondere Sorge. Es gibt bereits einen 50-prozentigen Rückgang des Fortpflanzungspotentials über die vergangenen 40 Jahre, vor allem durch Überfischung.“ Diese Warnung sprach Kent Carpenter aus, der Meeresfisch-Spezialist der Umweltschutzorganisation IUCN.

Referenz:
news.de, 19.04.2011