Trotz Leerfischung soll weiterhin Fisch gegessen werden

„Meer und Flüsse leergefischt“, das war die Überschrift eines Artikels in Focus-online vom 27.04.2011. Ab diesem Datum gibt es nämlich in Deutschland keinen einheimischen Fisch mehr in der Ladentheke zu kaufen. Grund: Die unermessliche Gier der Deutschen nach Fisch. Seit Jahresbeginn haben die Deutschen den ganzen Fischbestand bereits verzehrt.
Um so verwunderlicher ist es, dass Focus online wenige Tage zuvor, nämlich zu Ostern, die Menschen zum Fischverzehr geradezu aufgerufen hat. Unter dem Titel „Gesund mit Abstrichen“ wird den Verbrauchern geraten, nicht nur am Karfreitag Fisch zu essen. Die gesundheitlichen Aspekte des Fischverzehrs werden von allen Seiten beleuchtet.
Geht uns denn unsere Gesundheit über alles? Rechtfertigt unsere Gesundheit und unsere Genusssucht die bedingungslose Ausbeutung der Erde? Fisch ist bekanntlich nicht nur in Deutschland knapp, unsere Meere stehen aufgrund der weltweiten Überfischung kurz vor dem Kollaps.
Ist es nicht ein unermesslicher Frevel, dass so genannte Christen aus Tradition am Karfreitag zum Fischverzehr aufzurufen? Gerade an dem Tag, and dem die Christen des Leidensweges des Erlösers und dessen Kreuzigung gedenken. Hätte dieser Erlöser in der heutigen Zeit wirklich zum Fischverzehr aufgerufen und die Menschen ermuntert, weiterhin die Erde auszubeuten?