Delphinblut in Dosenthunfisch

Wer gerne Fisch isst und sein Gewissen beruhigen möchte, greift bevorzugt zu Seefisch, der mit einem Ökolabel gekennzeichnet ist. Insbesondere beim Thunfisch, der als Speisefisch sehr beliebt und in unseren Weltmeeren bald ausgerottet ist, beruhigt sich der Verbraucher, wenn auf der Verpackung steht, dass der gefangene Thunfisch als ökologisch unbedenklich eingestuft wird.

Ein solches Label wurde vom WWF für Dosenthunfisch der Lebensmittelkette EDEKA vergeben, allerdings machte die Gesellschaft zur Rettung der Delphine eine ernüchternde Entdeckung: Sie fand im Dosenthunfisch Delphinblut. EDEKA, die den Fisch mit den Werbeslogans „für einen transparenten Einkauf mit gutem Gewissen“ und „wenig Beifang und bestanderhaltend“ anbietet, kommt dadurch ziemlich in die Predouille. Ulrike Kirsch, Leiterin des Safe-Thunfischkontrollprogramms der GRD ist empört: „EDEKA und WWF machen sich mitschuldig am grausamen Beifangtod unzähliger Delphine.“ Der Thunfisch soll in Wahrheit von skrupellosen Piraten der Firma „Seatech International“ aus Kolumbien stammen. „Hier wurden und werden Delphine ganz gezielt gequält und getötet“, so Ulrike Kirsch. „Das hat nichts mit selektivem Fischfang zu tun, wie auf den Dosen behauptet wird.“ An die 1.300 Delphine sollen im Jahr 2009 den Fischpiraten zum Opfer gefallen sein – die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein.

„Während die Menschen in den USA vor diesem Lebensmittel per Gesetz geschützt sind, wird deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern unter Vortäuschung falscher Tatsachen eine minderwertige, mit brutaler Tierquälerei und dem Tod unzähliger Delphine erkaufte Ware untergeschoben“, beklagt sich GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Die GRD rät dringend vor dem Kauf dieses EDEKA-Delphinkiller-Thunfisches ab und spricht von einer moralisch verwerflichen Verbrauchertäuschung.

Kommentar:
Der Thunfisch ist einer der edelsten Fische der Ozeane, er ist der König der Meere, und sollte überhaupt nicht gefischt werden – nicht nur wegen des grausamen Beifangs. Aufgrund der unermesslich gierigen Nachfrage ist der Thunfisch bald ausgerottet. Experten haben jetzt schon das Aus für den Thunfisch im Mittelmeer bis nächstes Jahr (2012) vorausgesagt.

Referenz:
www.delphinschutz.de, 06.07.2011

4 Antworten auf „Delphinblut in Dosenthunfisch“

  1. Ich bin der Meinung es sollte überhaupt nicht gefischt werden, weder Delphine noch Thunfische oder andere Fische. Überall wo der Mensch auftaucht zerstört er Lebensräume und tötet Tiere. Ich glaube, dass uns das Ausmaß der Zerstörung und Verschmutzung der Meere und die daraus folgende Konsequenzen noch gar nicht bewußt sind.

  2. Doch die Konsequenzen sind zum Teil durchaus bewusst. Dem Einzelnen und erst recht der Gesellschaft sind sie völlig gleichgültig – nach dem Motto: For me only the best!

  3. Laßt doch endlich die Fische, Delphine, Wale und alle anderen
    Meeresbewohner in ihrem Lebensraum, denn da gehören sie
    hin, nicht auf die Teller und in die Mägen der Menschen.
    Die Meere sollten geschützt werden, anstatt sie zu überfischen,
    zu verschmutzen und unseren Müll in ihnen zu entsorgen.
    Ich finde es eine Schande das es in unserem Land möglich ist,
    bedrohte Arten, abgepackt in Dosen, in Supermärkten zu kaufen.

  4. Fisch ist gesund und ein wichtiges Lebensmittel. Trotzdem sollte Großfischerei sofort verboten werden.

    Japan tötet Wale zu Forschungszwecken, ein Witz. Jeder weiß es, keiner tut was. Es gibt da nichts mehr zu erforschen. es handelt sich um reine, kommerzielle Fischerei. Das Walfleisch wird auf den üblichen Märkten als normler Fang verkauft.

    Das ist eine Perversion des japanischen Kapitlaismus.

    Ich gönnes es jedem Japaner, den Wal zu geniessen, solange er dazu ein Glas Fukushima Kellerwasser trinkt.

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