Millionen Schweine in Südkorea lebendig begraben

Weil Ende 2010 in Südkorea die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen war, wurde angeordnet, die Tiere vorsorglich zu töten. Es ist ungeheuerlich: Koreanische Tierschützer haben recherchiert und in einem Film dokumentiert, dass tausende lebendige Schweine in ein tief ausgegrabenes Loch verbracht und lebendig begraben wurden. Millionen Schweine sollen so ihren grausamen Tod erlitten haben.

Mit diesem grauenvollen Vorgehen widersprechen die Koreaner eindeutig dem koreanischen Tierschutzgesetz und den internationalen Richtlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), die die koreanische Regierung unterzeichnet hat. Diese Richtlinien untersagen im Falle einer Seuchenbekämpfung das lebendige Begraben.
Wer´s nicht glaubt, dass Menschen zu so etwas fähig sind, guckt einfach mal den Film auf Bild.de an.

Referenz:
Bild.de, 14.03.2011: Millionen Schweine lebendig begraben

Film von Bild.de

Tierquälerei an Küken in Cuxhaven

Der Weltkonzern Lohmann/ Aviagen mit Sitz in Cuxhaven ist Marktführer auf dem Gebiet der Züchtung und „Produktion“ von Legehennenrassen. Lohmann ist weltweit bekannt als der Züchter von so genannten Hybridrassen, das heißt, das Geflügel wird entweder auf eine hohe Mastleistung oder auf eine hohe Legeleistung gezüchtet. Nun müssen sich die beiden Geschäftsführer, Hans-Friedrich Finck und Rudolf Preisinger, vor Gericht verantworten. Es geht um die millionenfache Misshandlung von Küken. Die Anklagebehörde wirft Lohmann vor, jahrelang Kämme und Zehen der Küken ohne Betäubung amputiert zu haben. Diese Organe sind sehr schmerzempfindlich und sehr gut durchblutet. Nach dem Tierschutzgesetz ist diese massive Manipulation bereits seit 2006 verboten.

Es geht wieder einmal nur ums Geld. Das Kämmekürzen ist eine übliche Vorgehensweise zur Differenzierung der Küken nach ihren Zuchtlinien; man kann dann z.B. Hennen, die weiße Eier legen, von denen, die braune Eier legen, unterscheiden. Durch Einfärben des Gefieders käme man auf das gleiche Ergebnis, dies ist jedoch viel teurer und zeitaufwendiger.

Generell sind bei den hochgezüchteten Legehennenrassen natürlich nur die eierlegenden weiblichen Tiere von Nutzen. Die männlichen Küken sind „Abfallware“, sie werden entweder vergast oder im Kükenmuser getötet. Die Tierrechtsorganisation PETA geht davon aus, dass bei Lohmann wenigstens ein Teil der männlichen Küken, die keine Verwendung fanden, getötet wurde und billig über eine Entsorgungsgesellschaft auf dem Müll landete. Dies verstößt ebenfalls gegen das Tierschutzgesetz, in dem es heißt, man darf Tiere nicht „ohne Nutzung“ töten.

Kommentar:
Es ist wirklich eine Schande, dass Tiere, unsere Mitgeschöpfe, für industriemäßige Massenproduktionen ausgenutzt und getötet werden. Jeder hat es täglich selbst in der Hand, ob er durch seinen Konsum dieses Tierleid unterstützt.

Referenzen:
peta.de/lohmann;
Prozess um gequälte Küken, Weser-Kurier, 15.02.2011