Niederländer basteln an künstlichem Schnitzel

Immer mehr Menschen essen Fleisch. Experten schätzen, dass heutzutage pro Jahr 230 Milliarden Kilogramm Fleisch produziert werden und dass sich die Menge bis in 40 Jahren verdoppeln könnte.
Die Massentierhaltung trägt immens zur Klimaerwärmung bei. Wissenschaftler raten deshalb, den Fleisch- und Milchkonsum drastisch zu reduzieren. Ihr Argument: Wenn die Menschen Vegetarier werden würden, könnte bis zum Jahr 2055 der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 Prozent verringert werden. Das errechneten Forscher des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung (PIK) und war im Juni 2010 in welt.online.de zu lesen.
Niederländische Wissenschaftler der Universität Eindhoven versuchen auf eine labortechnische Art und Weise, das Problem der Massentierhaltung zu lösen, ohne dass man auf den Fleischkonsum zu verzichten braucht: Sie experimentieren seit einigen Jahren, um marktfähiges Fleisch biotechnisch zu erzeugen. Dieses Labor-Fleisch der Zukunft soll Tier und Umwelt schonen und den Hunger in der Welt besiegen.
Bis dieses Kunstfleisch allerdings marktreif ist, kann es noch etwa fünf bis zehn Jahre dauern. Die Tierschutzorganisation PETA begrüßt diese Forschung und setzte jetzt schon eine Prämie in Höhe von 1 Mio. Dollar aus für diejenigen, denen es gelingt, künstliches Fleisch zu konkurrenzfähigen Preisen auf den Markt zu bringen.

Referenz:
Rundschein-online.de, 26.01.2010

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